Schmerz

Wer  kennt es nicht? Erst ist es nur ein leichtes ziehen, später wird es zu einem mittelstarken Stechen und irgendwann zu einem starken Schmerz, der uns viel Aufmerksamkeit kostet. Egal in welchem Bereich unseres Körpers wir Schmerzen haben, es ist sehr unangenehm und wir würden gerne alles tun, um sie loszuwerden. Wenn es kleiner Schnitt oder ähnliches sind, die uns plagen, dann ist es meist innerhalb von einigen Tagen oder Wochen wieder verheilt und wir können unsere Leben wieder wie eh und je genießen.


Allerdings gibt es auch solche Schmerzen, die länger anhalten. Der Klassiker darunter sind die Rückenschmerzen. Manch einer quält sich Jahre lang damit herum, ohne herauszufinden, woher sie kommen. Das MRT zeigt kaum etwas auf, der Orthopäde ist ratlos und die tägliche Ibuprofen verbessert die Schmerzen auch nicht wesentlich. Die Frage, die sich jemand mit solchen Beschwerden stellt ist: Wie werde ich die Schmerzen wieder los?


Nun die bessere Frage wäre: Woher kommen die Schmerzen? Nun die häufigste Glaube der Menschen ist das Ursache X verantwortlich ist für Schmerz Y - so einfach ist das allerdings nicht. Schmerz ist ein komplexes Zusammenspiel diverser Nervenzellen im Gehirn und hat selten nur eine Ursache.

Heutzutage wir Schmerz oft als Bio-Psycho-Sozialen Phänomen beschrieben, welches die unterschiedlichen Faktoren mit einbezieht. So Spielt die Struktur und ihre eventuelle Schädigung zwar eine Rolle in der Schmerzentstehung, aber auch der Stress den eine Person hat, etwaige ander gesundheitliche Probleme und diversen anderen Faktoren. Alles zusammen bringt dann das Fass oder den Eimer zum überlaufen und wir empfinden Schmerzen.

Betrachten wir nun Schmerz also mit dem Bio-Psycho-Sozialen-Modell, so wird schnell klar, dass die eigentliche strukturelle Problematik, wie in etwa der Bandscheibenvorfall, gar nicht so gravierend sein muss, wie wir denken. Er ist womöglich nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Natürlich sollten wir Bewegung und gezieltes Training benutzen, um die strukturelle Problematik zu lindern, allerdings wird uns es viel mehr helfen alle Stressoren anzugreifen. So ist Stressmanagement sehr sehr wichtig, ebenso wie wir grundsätzliche etwas für unsere Gesundheit tun sollten und auf Dinge die uns Schaden (Tabak, Alkohol, Haushaltszucker...) verzichten oder zumindest unseren Konsum davon einschränken.

Copyright @Nils Kindel All Rights Reserved.