Jahresrückblick 2021

Vöhl, den 30.12.2021


2021 war ein besonderes Jahr mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen.

Ein Jahr, dass mich hat wachsen lassen und ein Jahr, dass mich so gefordert hat, wie lange keins mehr. Um es angemessen zu reflektieren, breche ich es einmal in die vielen Facetten auf, die es dieses Jahr wieder hatte.


Mein Jahr als Sportler:

Sportlich lief es über aus gut. Ich bin einen Marathon gelaufen (den ersten nach 5 Jahren) und habe 4 Triathlons erfolgreich gefinisht. Ich bin stärker und leistungsfähiger denn je und habe unglaublich viel Freude am Sport. Ich bin immer wieder erstaunt, wie formbar der eigene Körper doch ist und wie man erkennt, dass die Grenzen, die man sich setzt, hauptsächlich im Kopf existieren. Durch die Uni durfte ich auch wieder viele Spielsportarten kennen lernen und habe daran gemerkt, wie wertvoll doch eine gewisse athletische Grundlage ist – und zwar für alle Sportarten.

Ich kann nur an jeden appellieren Grundlagen nicht zu vernachlässigen, vor allem Konzepte wie die General Physical Preparedness sind so essenziell für die eigene Leistung. Man kann so tief in die Materie eindringen, wie man will, aber ohne Grundlagen wird man nie weit kommen.

 

Mein Jahr als Trainer:

Arbeitstechnisch gibt es immer etwas auszusetzen, doch ich würde sagen, dass mein Schritt in die Selbstständigkeit sich gelohnt hat. Manchmal muss man einfach über den Tellerrand hinausblicken. Ich habe wohl gelernt, wie es ist, ohne monatliches Gehalt klarzukommen und wie die ganze Last auf den eigenen Schultern ruht. Ich habe zweifelsohne viele interessante Personen kennengelernt dieses Jahr und auch mit vielen zusammengearbeitet die sicherlich meine Wahrnehmung der Dinge verändert haben. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal einen besonderen Dank an meinen größten Auftraggeber rkCSD e.K. aussprechen.

 Es stehen noch ein paar Projekte in den Startlöchern für nächstes Jahr allen voran die Veröffentlichung meines eigenen Buches (#mindblown). Ich bin immer noch überrascht, dass dieser Schaffensprozess nach 2 Jahren sich nun langsam dem Ende nähert. Dieser Prozess hat mich dazu gebracht mich in Tiefe mit der Materie auseinanderzusetzen und somit auch meine fachliche Kompetenz weitergebracht.

Außerdem habe ich dieses Jahr eine sehr gewinnende Fortbildung beim FC Barcelona begonnen, deren Abschlussprüfung nun bald ansteht.

Auch beim Hochschulsport der Uni Kassel ging es für mich gut voran und das Gesundheitsprojekt nimmt so langsam fahrt auf.

 

Mein Jahr als Student:

Das Studium hat mich sicherlich dieses Jahr auch gut gefordert, doch ich habe jede Herausforderung gemeistert und viel neues gelernt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wenn ich das erste echte Präsenzsemester vielleicht doch noch erlebe.

Vor allem Chemie als Studienfach hat sich als harte Nuss für mich erwiesen, weil es mir nicht ganz so in die Wiege gelegt ist, wie Sport, doch nichtsdestotrotz habe ich bisher alles gemeistert. Es bedeutet lediglich, dass ich mich da ein bisschen mehr reinknien muss – und das bringt mich wieder mal aus der Komfortzone. Herrlich

 

Mein Jahr als Mensch:

Persönlich bin ich zweifelsohne auch gewachsen. Nicht zu letzte dank meinem eigenen Yoda Bastian Klein, der mir dieses Jahr den Weg geebnet hat. Es war wie als hätte er meinen X-Wing aus dem Sumpf Dagobahs gezogen und mir gezeigt, dass viele Grenzen nur in meinem Kopf existieren.

„Do or do not. There is no try” hat nun eine viel tiefere Bedeutung als zuvor.

Wieder einmal hat der Virus uns alle vor große Herausforderungen gestellt, schließlich war es ein wildes durcheinander an Maßnahmen und an Hochs und Tiefs. Doch wie ich letztes Jahr bereits festgestellt habe, sollte man nicht versuchen das Unkontrollierbare zu kontrollieren, sondern es akzeptieren und seine Energie auf das Kontrollierbare

Danke auch an alle Freunde und Freundinnen, die dieses Jahr für mich da waren und mir geholfen haben meinen Weg zu gehen.


In diesem Sinne,

auf ein bewegtes Jahr 2022,

Euer Nils.