Wim-Hof-Methode

Sicherlich fragen sich jetzt viele von euch, wie man denn so hirnverbrannt sein kann und freiwillig bei solch eisigen Temperaturen ins Wasser springt, nur damit einem noch kälter wird. Nun das alles hat einen Hintergrund: Ich springe nicht ins Wasser, damit mir Kalt wird, sondern damit mein Körper lernt mit der Kälte umzugehen und somit diverse Prozesse in meinem Körper wieder lernt zu benutzen und zu steuern.

So sorgt die Kälte dafür, dass mein Körper die Venen in den Gliedmaßen verengt, um die Körperkerntemperatur vor dem Abfall zu bewahren und das warme Blut möglichst nah am Herzen zu behalten. Diese Vasale-Restriktion und die anschließende Erweiterung der Gefäße, sobald man sich wieder im Warmen befindet sorgt dafür, dass die Durchblutung des Körpers verbessert wird und er lernt besser mit Umwelteinflüssen zurecht zu kommen und diese Vasal-Restriktion künftig besser funktioniert.

Doch das ist nicht der einzig postiviv Effekt, den dieses Eisbad mit sich bringt.

Achtung! 

Diese Trainingsmethoden sind immer mit Vorsicht zu betreiben und man sollte sich niemals zwingen länger im kalten Wasser zu bleiben, als der Körper es möchte.

Bei Personen mit Erkrankungen der Blutbahnen oder des Herz-Kreislauf-Systems ist besondere Vorsicht geboten!

Eisbaden

Neujahrs Morgen. 8 Uhr.Noch etwas verschlafen steige ich aus dem Auto. Die Kieselsteine kitzeln und pieksen die Unterseite meiner nackte Füße, als ich langsam Richtung Wasser gehe.

Kurz vorm Ufer streife ich meine Jogging-Hose ab und ziehe meinen Pullover aus.

Ein frischer Wind zieht über den teilweise mit eis bedeckten See.

Vorsichtig und ganz langsam wate ich das beinahe gefrorene Wasser hinein. 

Die erste Berührung mit dem kühlen nass brennt, doch bereits nach den ersten paar Schritten habe ich mich dran gewöhnt. Ich atme langsam, tief und ruhig, während ich immer weiter ins Wasser hinein wage. Schließlich stehen ich bis zum Kinn im Wasser.

Ich atme tief ein.

Selten habe ich mich so lebendig gefühlt.

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Die drei Säulen der Wim-Hof-Methode

Kälte ist nur eine der drei Säulen der Wim-Hof-Methode, dessen Ziel es ist den menschlichen Köper wieder widerstandsfähiger gegenüber den Elementen zu machen und - wie es Wim Hof selber ausdrückt - zum Alchemisten der eigenen Chemie zu werden.

Grundsätzlich besteht die Wim-Hof-Methode aus kontrollierten Kälte-Therapien und Atem-Übungen. Hinzukommt noch die richtige Überzeugung, um das gesamte Programm durchzuziehen.

Kälte


Ob kalte Dusche, Eisbad oder halb-nackte Wanderung im Schnee, alles sind Formen sich der Kälte auszusetzen und ihr durch Willenskraft und Körperbeherrschung zu trotzen.


Wichtig ist es alles in einem kontrollierten Umfeld vorsichtig zu testen und stets auf die Signale des Körpers zu hören und sich nicht über sein Limit hinweg zwingen.

Atmung



Kontrollierte, wiederholte, tiefe Atmung bildet den Grundstein für dei Atem-Übungen die

hauptsächlich aus bewusstem Luft-Anhalten und Anstrengung unter angehaltenem Atem bestehen.


Überzeugung



Überzeugung und Motivation sind nicht unwichtig bei dem ganzen Unterfangen. Schließlich muss man sowohl bei der Kälte-Therapie, wie auch bei den Atem-Übungen muss man sich aktiv aus seiner eigenen Komfortzone herausbegeben.

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