Stressmanagement

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Stress im Alltag und wie wir mit ihm umgehen

 Montag morgen; Der Wecker klingelt. Noch halbschalfen zwingt man sich das Frühstück mitsamt zwei Tassen Kaffee rein, um dann immernoch im Halbschlaf zur Arbeit zu Fahren.

Stau auf dem Weg zur Arbeit. Überall nur rote Ampeln. Und obwohl man eigentlich entspannt und früh genug da gewesen wäre, muss man sich jetzt abhetzen um noch rechtzeitig da zu sein. Kaum hat man es gerade noch rechtzeitig an den Arbeitsplatz geschafft, überschlagen sich die Ereignisse und ehe das man sich überhaupt am Arbeitsplatz zurecht gefunden hat, steckt man schon bis zum Hals in Arbeit und schier endlosen kraftforderndern Aufgaben.

So geschieht es doch meistens: Der Stress übermannt uns und es fällt uns den Rest des Tages äußerst schwer einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn uns halbwegs zu beruhigen. Anstatt einen Moment inne zu halten stürzen wir uns von Aufgabe zu Aufgabe und beten nur, dass der Tag doch bald vorbei sein möge, bis wir dann schließlich abends zu Hause erschöpft ins Bett fallen.

Aber ist das wirklich der einzige Weg unseren Beruf und unser Leben zu managen?


Wie unsere Nervensystem auf Stress reagiert

Hast du jemals darüber nachgedacht, wie du auf Stress reagierst? Wirst du aufgebracht, überhastest? Wie durchdringt dich das Gefühl der Ruhelosigkeit und hält dich davon ab dich zu entspannen?

 

Nun, jeder von uns hat seine eigene Art mit stressvollen Situationen umzugehen, doch gemeinsam ist uns allen, wie unsere vegetatives Nervensystem reagiert: Der Sympathikus aktiviert sich und stößt Adrenalin, Cortisol, Epinephrin und Norepinephrin, was schlussendlich zu einer Art "Fight or Flight"-Reaktion führt.

Vor nicht allzu langer Zeit, als wir tagtäglich von Säbelzahntigern angegriffen wurden, war das die Reaktion, die uns am Leben gehalten hat. Das Adrenalin hat unseren Herzschlag beschleunigt und das Cortisol hat unsere Verdauung gebremst, sodass wir uns komplett auf das Weglaufen von oder den Kampf gegen den Säbelzahntiger konzentrieren konnten.

Allerdings gibt es heutzutage nicht mehr so viele gefährliche Säblezahntiger, doch unsere Reaktion zu kleineren Bedrohungen ist immernoch genauso stark und oftmals übertrieben - und das ist es, was auf lange Zeit gesehen giftig für uns ist.

Denn der "Fight or Flight"-Modus unseres Nervensystems ist dazu da um uns schnell aus einer gefährlichen Situation herauszubefördern und ist nicht dafür bestimmt andauernd zu feuern.

Auf Dauer kann dies zu Verdauungsproblemen und anderen körperlichen Leiden führen, da der Sympathikus gewisse Funktionen des Körpers unterdrückt. (Siehe Grafik)

Was wir für den Alltag daraus lernen


Um eine dauerhafte Aktivität des Sympathikus zu vermeiden sollten wir unser Gehirn trainieren, diese Reaktion zu kontrollieren. Sodass wir im richtigen Moment differenzieren können, wann sie gebraucht wird und wann nicht und auch in welchem Ausmaß.

Zum Beispiel, wenn wir etwas Zeitdruck an der Arbeit haben, ist keine volle Aktivität des Sympathikus benötigt. Hier ist es besser angebracht sich zu konzentrieren und zügig weiter zu arbeiten als komplett in Panik zu verfallen. Allerdings brauchen wir, wenn wir vor einer Schießerei weglaufen hingegen die volle Aktivität um uns in Sicherheit zu bringen.


Doch wie sollen wir wissen, wann wir uns besonders stressen sollten und? Schwierig ist es das genau zu bestimmen. Du solltest einfach das nächste Mal, wenn du gestresst bist inne halten und überlegen, warum du gestresst bist. War es wirklich nötig dich so sehr in Stress zu versetzen oder war es stattdessen etwas nicht lebensbedrohliches, dass sich als so etwas ausgab.


Ja?


Nun dann erinner dich daran nächstes Mal und versuche ruhig zu bleiben. Die Fähigkeit seine giftige Reaktion zu kontrollieren, lernt man nicht über Nacht. Es braucht Zeit zum Üben, zu registrieren und zu verbessern, aber irgendwann wirst du sehen: Die Dinge, die dich früher am Meisten gestresst haben, werden dich nicht mehr auch nur in die geringste Unruhe versetzen.


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